Das Verfahren der Runderneuerung

Der runderneuerte Reifen, der die Umwelt schont

Kosten und Ressourcen einsparen und außerdem die Umwelt schonen: das sind die Hauptbeweggründe für den Kauf eines runderneuerten Reifens. Aber denken Sie nun nicht, deswegen Abstriche in Sachen Qualität und Sicherheit machen zu müssen: in Europa müssen runderneuerte Reifen dieselben Tests bestehen wie die Neureifen und dank der neuesten Technologien ist ihr Leistungs- und Sicherheitsniveau absolut mit jenem neuer Reifen vergleichbar.

Runderneuerung

Wie bei einem Neureifen erfolgt die Runderneuerung durch Aufbringen einer Lauffläche auf die Karkasse und anschließende Vulkanisation. Dabei sind drei Schlüsselfaktoren zu beachten: die Qualität der Karkasse, die Laufflächenmischung sowie die Qualität und Präzision des Verfahrens.

Auswahl der Karkassen

Die Auswahl der Karkassen ist ein für den Fertigungsprozess entscheidender Schritt. Sie erfolgt in zwei Phasen durch qualifiziertes Fachpersonal. In der ersten Phase werden die Reifen mit sichtbaren Fehlern aussortiert sowie jene, die den technischen und qualitativen Vorgaben der europäischen Normen sowie den noch strengeren Vorschriften der Hersteller nicht entsprechen. In der zweiten Phase werden die Karkassen unter Einsatz hochmoderner Prüftechniken einer extrem strengen Analyse unterzogen und anschließend mit einem Barcode-System in Größenklassen eingeteilt.

Rauen und Aufbau

Die ausgewählten Karkassen werden dann an die Raustation übergeben, in der sie für die Aufbringung der neuen Lauffläche vorbereitet werden. Die Reste der alten Lauffläche werden entfernt. Danach bringt ein computergesteuerter Roboter den Gummi für die neue Lauffläche absolut gleichförmig auf die Karkasse auf.

Vulkanisation

Die letzte Phase der Runderneuerung ist die Vulkanisation. Durch die Vulkanisation (Erhitzung sowohl von innen als auch von außen) verformt sich der Gummi und nimmt die in den Formen vorgesehenen Profile und Beschriftungen an. Gleichzeitig verbinden sich die aufgelegten Gummischichten wie bei der Neureifenproduktion mit dem Gummi auf der Karkasse. Ähnlich dem Prozess des „Backens“.
Die Gummimischung geht vom plastischen in den elastischen Zustand über und die Lauffläche nimmt die endgültigen Eigenschaften des Reifens an: Haftung, Lenkpräzision, Kilometerleistung und Komfort auf jedem Untergrund.

Abschließende Kontrollen

Um dem Anwender maximale Qualität zu gewährleisten, folgt die Endkontrolle in mehreren Schritten.
Die erste Prüfung erfolgt unmittelbar nach der Vulkanisation und die zweite während der Entfernung der Gummirückstände. Nach einer weiteren inneren und äußeren Inspektion werden schließlich in einer Spezialmaschine stichprobenartig Wuchtung, Gleichförmigkeit und Rollverhalten kontrolliert.
Gemäß den Normen der europäischen Homologationen und Zertifizierungen werden die Reifen einer Testprozedur auf dem Trommel-Prüfstand unterzogen. Auf diesem werden nach ausgesprochen strengen Vorschriften extreme Fahrsituationen nachempfunden. Nur wahre Qualitätsreifen halten diesem Test stand.